Groxi (*1962)

1960er Jahre:
Sehr frühe Prägung durch Sonntagsausflüge in diverse Münchner Museen.

1971
Völlige Befremdung bei Besuch Lenbachhaus (Kandinsky u.ä.).
Grössere Befremdung in Anbetracht der Schmieragen auf Münchens Leopoldstrasse.
Daraufhin wochenlanger Gross-Verbrauch von Wassermalkästen aufgrund pastosen Farbauftrages.

1972
Grosse Irritation angesichts Farbgestaltung von Olympia-Maskottchen „Waldi“.
Grosse Entäuschung wg. endgültiger Farbauswahl –Dienstblau- für die neue Münchner S-Bahn.

 

1974
Gewinn der Fussballweltmeisterschaft.

1975
Bulgarienreise.
Infragestellung bisherigen Schriftgebrauchs,
vorläufige Ablehnung der Farbe Rot.

1976
Erster Lungenzug.
Unfassliches Entsetzen nach Entlarvung der Marlboro-Farbgebung als entlehnt aus Reichskriegsflagge, Hakenkreuz-Emblem, und Bildzeitungs-Titelseite.

1977
Noch grösseres Entsetzen, dass alldies ist Deutschland.

1978
Schulversagen (Schwänzen).
Note 2 für Stegreifreferat (eigentl. 4 Wochen Vorbereitungszeit) in Deutsch.
Lehrer fragt bei Schulausflug jovial nach Ghostwriter.
Beginn Infragestellung jeglicher Institutionen.

1979
USA-Besuch.
Ende der Hoffnung auf Errettung durch Eskapismus.

1980/81
Grosser Eskapismus wg. Bundeswehr.
Flucht durch die DDR (Transit).

 

1981
Anwerbeversuch durch RAF bekifft abgelehnt.
Beginn Schlagzeugspiel.
Anwerbeabwehrversuch bzgl. Bundeswehr rennend misslungen.
(„…warst du bei der Bundeswehr?“ – „Nein, -die war bei mir.“)

1981/82
Tätigkeit als Cowboy.
Neubeginn der Malerei unter Eindruck von Design-Ikonen wie Tengelmann-T (gelb/rot), Stopschild und Hacker-Pschorr-Emblem.
Wahrnehmung von Farbauftrag als eigenständige Plastik, sowie Baumaterialien („…ist der Chef weg?…) als Spielzeug.

1983
Erste unfreiwillige Ausstellung in übler Spelunke.
Erste feste Band.
Intensivierung Schlagzeugspiel unter vorsätzlicher Missachtung jeglicher Rhythmuserwartungen.
Üben zu Kurzwellenradio.

1984
Gastpartylöwe an Akademie der Bildenden Künste.
Performative Konzerte und Aktionen ebenda.

1985
Schleichendes Entsetzen wg. allgemeiner Professorenkriecherei.
Grösseres Entsetzen über Professor „…schnellschnell, -aufräumen!, -der Minister kommt.“

ab
1986
Übertragung Ignorierung von Regelwerken -aus Schlagzeugspiel- auf Malerei erweist sich als äusserst schwierig (siehe Sonntagsausflüge).
Hinwendung zur Musik.
Zunehmendes Dilettere mit arg verstimmten Instrumentalisten.

1988
Italienaufenthalt.
Trotz/wegen gelungenstem Portrait von Ortsvorsteher (L 150000.-) Eingeständnis von weitgehender Unfähigkeit zu eigener, freier Malerei.

1989 bis 1998
Gekonnte Darstellung des Verkrachten Künstlers.

1999
Entdeckung der Kettensäge als Gestaltungshilfe.
Erste Gemetzel.

 

2000 bis 2009
Skulpturen.

2009
Skulptur „Schorschi“ mit verbundenen Augen,
-gesägt!
Aufgrund von bestem Gelingen bald absoluter Neubeginn Malerei,
-im Dunkeln.

2010
Erste Vorzeichnungen mit möglichst ungeeigneter Kettensäge.
Auch im Dunkeln.

ab
2012
Entscheidung für grosse Malerkarriere.

2014
Nach lustiger Hirnhautentzündung und folgender Reha („…schreiben Sie mal Ihren Namen…“) Neubeginn Schlagzeugspiel.
Intensives Üben zu Bayern2 Wort, sowie „Heute im Stadion“ (B5 Aktuell, Samstag).

seit
2014
wieder vermehrt Ausstellungen in Urologiepraxen, Fitnessstudios und Frisörsalons.

2017
Werkschau in modernem Klinkerbau, Rathaus Gauting, Bahnhofstrasse 7
Ab 21.9., 19 Uhr, bis 15.10.2017
Sonntagsöffnungen mit Konzertmatinee 1.10. mit Embryo, und 15.10. mit dem FreeGautingTrio,
jeweils um 11 Uhr. Geöffnet dann bis jeweils 17 Uhr.

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